Samstag, 28. Mai 2011

Mein Esel

Er ist sehr schwer beladen. Er läuft einen sehr steilen Berg hoch. Der Berg hat raue, steinige Wege und sanfte, grasige Wege mit Blumen. Ein riesiger Stein blockiert den Weg. Der Esel weiß nicht, wie er vorbei kommt. Kommt er überhaupt vorbei oder ist der Weg hier für ihn zu Ende? Mit viel Kraft schafft er es. Er geht weiter, er ist immer noch schwer beladen, aber froh über seinen Erfolg. Er gönnt sich eine Pause. Er läuft und läuft, der Weg bis ganz oben ist noch lang. Er will es schaffen, er glaubt an sich. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Bald trifft er wieder auf eine neue Hürde: große Steine liegen wieder auf seinem Weg. Dieses Mal weiß er, wie er es schaffen kann. Dennoch ist es schwierig wegen seiner schweren Taschen. Er schafft es und läuft weiter. Ein kleiner Bach kommt überraschend. Er freut sich und macht eine Pause, erfrischt sich an dem kühlen Wasser. Das hat er verdient. Er braucht die Kraft für den Rest seiner Reise. Er gönnt sich sogar Gras und Blumen. Das tut gut. Er denkt an seinen langen Weg und sagt zu sich „ du kannst es schaffen, du hast schon so viel geschafft“. Mit seiner gewonnenen Kraft fühlt er sich besser und läuft den steilen Berg leichter hinauf. Kurz vor der Spitze fängt es an zu regnen, der Weg wird glatt, er fängt an zu rutschen, er wird nervös, er hat es fast geschafft, wieso muss es jetzt wieder schwieriger werden? Er rutscht auf den Steinen aus, es ist fast unmöglich stehen zu bleiben, seine Beine tun weh, er ist müde, er will nur nach oben. Drei Schritte vor, zwei zurück, aber langsam kommt er dem Ziel näher. Nur noch ein paar Meter. Er schaut hoch und sieht einen letzten riesigen Stein. Im fehlt die Kraft, er zweifelt, er hat Angst. Wie soll ich das schaffen?  Wie durch ein Wunder rutscht der Stein einfach weg. Er kann es kaum glauben, er traut seinen Augen nicht mehr. Er denkt er träumt. Er schließt die Augen, sammelt seine letzten Hoffnungen, Kräfte und sein Vertrauen und läuft die letzten Meter im Traum weiter. Er hat es geschafft. Er ist oben angekommen. Alles ging gut.  Er ist überglücklich. Er blickt auf die wunderbare Welt und ist dankbar. Er genießt einfach. Es ist dann Zeit wieder hinunter zu laufen. Er freut sich auf den einfachen, leichten Weg zurück. Er lässt die schwersten Taschen liegen und macht sich auf den Weg. Er genießt die Aussicht, die Blumen, die Vögel, die Geräusche vom Bach, das Leben. Auf einmal rollt ein loser Stein den Berg runter und trifft ihn am Bein. Er fällt hin und verletzt sich. Er ist sprachlos überrascht. Das hätte er nicht erwartet. Für ihn war die schwierige Reise oben zu Ende. Warum wird es wieder schwierig? Das versteht er nicht. Er steht auf und humpelt weiter. Am Bach kühlt er sein Bein, es fühlt sich besser an, aber beim Laufen tut es noch weh. Auf dem Weg hinunter gibt es immer wieder kleine Hürden, die er meistern muss. Einige schwierige als andere. Er versucht nicht hinzufallen. Manchmal gelingt ihm das, manchmal ist es schwierig. Er gönnt sich Pausen und tankt Kraft. Aber immer wieder holt in das Geröll ein. Sein Weg ist steinig und wird auch so bleiben. Er hat trotzdem gelernt sich über die schönen Blumen und Vögel zu freuen.

Text copyright aus: IDHK Nachrichten

Kommentare:

  1. Hey Karo.....machs genau so, wie der Esel. Geb nicht auf, kämpf dich durch!! Dein Weg wird auch diesmal wieder große und kleinere Steine haben, aber dann kommen auch wieder Strecken, die läufst du wie auf Sand. Bleib auf dem Weg und verlier Dein Ziel nicht. Denn da wartet noch jede Menge auf Dich!!
    Drück dich, Bussi!
    Simi

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  2. Hey Karo du bisch kein Esel, sondern ein getunter Aufsizrasenmäher der mit Vollgas den Berg hochfährt. und wenn du angekommen bisch dann gibt’s kein zurück, weil der Mäher verbraucht einfach zu viel Benzin.

    Gruß dein Vetter

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